Hallo,
heute gibt es wieder altes aus der Rubrik "Schnee von gestern", gepaart mit ein paar Informationen, die vielleicht doch den Horizont von einigen noch erweitern können.
Ich möchte euch heute die
'Maria Stuart' vorstellen:
Halskrausendahlie, samtig dunkelrot (blutrot), weiß dreiviertellange aufrechte Krause,
1921, Züchter Paul Süptitz aus Saalfeld, 1,00 m hoch, wirkungsvoll übertrifft 'Kätchen vom Schwarzwald'.
Erste Exemplare dieser Dahlien wurden
1900 von Gerard gezüchtet und erstmalig
1901 ausgestellt. Wiederum gab es bereits um
1875 in Deutschland die ersten Übergangsformen hin zur Halskrausenform. Die aus Frankreich kommenden meist einfachen Formen, besitzen in der Mitte kleinere anders geformte und andersfarbige Blütenblätter. Diese bilden die sogenannten Kragen oder Krausen und erinnern an die im 15. und 16. Jahrhundert getragenen Halskrausen. Daher resultierte auch der gewählte Name
'Maria Stuart'. Zur Zeit dieser Dahlie gab es trotz reichlicher Zuchtversuche noch keine, bei der die innenliegenden Blüttenblätter dunkler waren als die äußeren.
Die Züchtungsversuche einer Halskrausenform mit wohlriechendem Duft hatten nur bei einigen wenigen eher mäßigen Erfolg. Dies waren die Sorten
Schwarzburg, Saalburg und
Wartburg. Wobei der schwache, honigartige Vanilleduft hervorgerufen wird durch die Staubgefäße.
In dem Buch 'Die Dahlie' der Deutschen Dahlien- Gesellschaft aus dem Jahr 1926, wird durch Abbildung von Halskrausendahlien der Eindruck erweckt, es könne sich bei den sog. Rosettendahlien um Halskrausen handeln. Dies ist aber nicht richtig, da selbige kleinere Schmuckdahlien sind und eine aus den Pomponsorten entstandene Übergangsform hinzu den Kaktusformen darstellen.
Herzliche Grüße
Ralf