Hans AUINGER
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Servus, die ungeregelte Arbeitszeit eines Pensionisten lässt die Zeit dahin schmelzen, daher erst jetzt der Bericht von meinem Ausflug nach Tschechien und Polen. Am 3. 9. fuhr ich mit einem befreundeten Ehepaar über Budweis, Prag, Hradec Kralove zu meinem Dahlienfreund und Züchter Lipien nach Polen. Leider kannte mein Navi nicht die vermeintliche Straßen- bzw. Ortschaftsbezeichnung und Hausnummer, denn das war das Postfach mit Nr. Durch die Freundlichkeit eines deutsch sprechenden Blumengeschäftsinhabers, wurde ich in die polnische Prärie geleitet, da mir auch die Polizei nicht weiterhelfen konnte. Leider fand ich dort nicht die Pracht vor, welche ich erwartet hatte. Im Juni gab es an diesem östlichen Ende des Riesengebirges, in Sicht die Schneekoppe, noch Spätfrost und dann Trockenheit. so war der Großteil des Bestandes zwischen 60 - 100 cm mit noch relativ wenigen Blüten. Bei der Besichtigung kam aber dann der lang ersehnte Regen, welcher sich fast zu einem Wolkenbruch steigerte. Total durchnässt ging es wieder zurück nach Tschechien, wo wir noch den Dahlienbestand von Ludek Brzak besichtigten. Diese Dahlien standen wie alle Jahre perfekt (auch beschriftet) am Feld. Leider neigte sich der Tag schon zu Ende und so hätte es wenig Sinn gemacht, noch zu fotografieren. Herr Brzak kann natürlich seine Dahlien bewässern und es dürfte dort auch mehr Niederschläge gegeben haben. Am Freitag waren wir dann schon um knapp nach 9 Uhr bei der Dahlienausstellung der tschechischen DAGLA (Dahliengesellschaft) in Pardubice. Dort wurde die Dahlienpracht in wunderschönen Gestecken präsentiert. Zwei größere Dahlienzüchter aus Tschechien fehlten aus gesundheitlichen Gründen und so war der Umfang der Ausstellung etwas kleiner, aber nicht weniger eindrucksvoll. Ich darf wirklich von einem Glück sprechen, dass Pardubice und auch die anderen tschechischen Züchter in erreichbarer Nähe sind, denn dort kann man wirklich viele seltene aber natürlich auch bekannte Sorten sehen. Da wächst die "Muss haben Liste" trotz hohen Anspruch. Eine gewaltige Fotoserie, welche ich hier nicht zeigen kann, hilft mir bei der Erinnerung an diese prächtige Ausstellung. Am Heimweg schaffte ich noch den Besuch eines Dahlienliebhabers und -züchters in der Nähe von Tabor mit rund 600 Dahlien. Die Begegnung war Anfangs etwas distanziert, denn scheinbar waren wir die ersten Ausländer, welche seine Dahlien besichtigten. Doch als er merkte, dann ich viele Sorten erkannte, war das Eis geschmolzen und so bekam ich natürlich auch seine Züchtungen zu sehen. Dabei waren einige Züchtungen, welche ich noch nie in ähnlicher Art gesehen hatte. So muss mir wohl der Präsident der tschechischen DAGLA helfen, meine deutschsprachigen Wünsche an den tschechischen Vladimir zu übermitteln. Die etwas über 1000 Kilometer haben sich eindeutig rentiert. Eine ähnliche Entfernung müsste ich zur Insel Mainau zurück legen, doch dieses Highlight steht wieder 2010 am Speiseplan. Am Samstag ging es zu meinen niederbayerischen Dahlienfreunden um den Geburtstag eines Dahlienoldies zu feiern und dann auch noch den Dahlienbestand einer beinahe Profizüchterin in Falkenberg (Hilde Göllinger) eingehend zu studieren. So verging auch das Wochenende im wahrsten Sinn des Wortes "im Fluge", denn am Sonntag war der spektakuläre Abflug des schwersten, stärksten und größten Hubschraubers (MI 26) der Welt aus Russland, welcher in Serie produziert wird, vom Flugplatz Eggenfelden. Nachmittags dann ein Bulldog-Treffen und anschließend wieder Dahlien. Kein Wunder, dass meine NIKON kaum zur Ruhe kommt und der Auslöserstand ähnlich steigt, wie der Kilometerzähler beim Stern aus Sindelfingen. Gruß Hans
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